Osteopathie & Physiotherapie
mit Alexandra Grischany

Übersicht:
Die fünf Prinzipien der Osteopathie!
Was ist Osteopathie?
Wie arbeitet die Osteopathie?
Was ist Physiotherapie?
Wann helfen Osteopathie und Physiotherapie?
Termine
Info & Anmeldung


Die fünf Prinzipien der Osteopathie!

Leben ist Bewegung: Oberstes diagnostisches Kriterium in der Osteopathie ist die Beurteilung der Mobilität.

Die Struktur regiert die Funktion und die Funktion formt die Struktur: Sobald der ideale Zustand der Harmonie in unserem Körper gestört ist, gibt es auch keine optimale Funktion mehr. Z.B: Durch eine einfache Verstauchung des Sprunggelenkes kann es durch den Zug der Bänder zu einer geringen Verschiebung des Wadenbeines nach unten kommen. Durch den veränderten Zug auf die Muskulatur können in weiterer Folge Fehlfunktionen im Knie und im Fuß auftreten.

Der Körper funktioniert als Einheit: Nicht die Summe aller Einzelteile ergibt ein funktionierendes Ganzes, sondern ihr Zusammenspiel, das Resultat ihrer wechselseitigen Bezieh-ungen. Bereits kleinste Störungen des Gleichgewichts können zu Störungen führen, die oft weit entfernt vom Ort ihrer Auslösung auftreten und auch in ihrem Ausmaß keine Relation zum Auslöser haben müssen.

Das Gesetz der Arterien: Leben muss ernährt werden. Dazu ist eine gute Zirkulation der oberste Faktor. In der Osteo-pathie bleibt dieser Begriff aber nicht allein auf das arterielle und venöse Gefäßsystem beschränkt, sondern umfasst einerseits alle Körperflüssigkeiten, also Liquor (Gehirnflüssigkeit), Lymph- und Gelenksflüssigkeit, andererseits auch den Gasaustausch, sowie die unbehinderte Fortleitung von Nervenimpulsen und das freie Zirkulieren von körperlicher und geistiger Energie.

Selbstheilungsmechanismen: Gesundheit ist kein Zufall. Sie ist das Resultat von Autoregulationsvorgängen des Immunsystems, des endokrinen Systems, des autonomen Nervensystems und anderer Regulationssysteme. Diese in Gang zu bringen und in optimalem Ausmaß auszuschöpfen, ohne die Kräfte des Körpers zu überfordern, ist das Ziel des Osteopathen. Hilfe zur Selbstheilung und nicht „Gesundmachen" ist das Prinzip.


Was ist Osteopathie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die sich zur Diagnose und Therapie der Hände bedient. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung der Mobilität und damit auch der Möglichkeit zur Selbstheilung. Der Weg dazu führt über die Struktur des Körpers. Darüber hinaus basiert die Osteopathie auf einem philosophischen Konzept, in welchem das Individuum in seiner Ganzheit erfasst und respektiert wird.

Zur Geschichte

Der Begründer der Osteopathie, der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor STILL (1828-1917) stellte fest, dass eine Disharmonie in der Körpermechanik sowohl die betroffene Gewebsstruktur selbst, als auch (über Blut- und Nervenbahnen) die Funktionen der inneren Organe beeinträchtigt und dass auch genauso durch das Lösen von Gelenks-blockaden nicht nur lokale Beschwerden, sondern auch Funktionsstörungen in anderen Teilen des Körpers gebessert werden können.

In der Arbeit von W. G. Sutherland D.O. (Diplom-Osteopath) und Harold Magoun D.O. wurde das Craniale Konzept entwickelt und in die Osteopathie integriert. Die Behandlung der inneren Organe wurde erstmals im 19. Jahrhundert durch die Ärzte Glenard und Stapfer bekanntgemacht. Der heutige, präzise Wissensstand basiert auf den Arbeiten von J.P. Barral D.O.

Die Osteopathie beschäftigt sich mit allen Körperstrukturen: knöchernes Skelett, Muskeln, Faszien (Bindegewebe), innere Organe, endokrine Drüsen etc. Voraussetzung dafür ist ein exaktes Basiswissen der Anatomie.


Wie arbeitet die Osteopathie?

Die Vielfalt der Therapieansätze macht es möglich, ganzheitliche Behandlungskonzepte zu erstellen, um den individuellen Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.

Strukturelle Osteopathie: Unter diesen Begriff fallen alle Techniken, die sich mit der Mobilisation und Korrektur von Gelenken, Muskeln, Sehnen, Ligamenten (Bänder) und Faszien (Bindegewebe) befassen. Das Fasziennetz des Körpers nimmt in der Osteopathie eine Sonderstellung ein. Durch die anatomische Kontinuität dieser Bindegewebszüge kommt es häufig zu einer Fortleitung von Spannungen und damit Schmerzsymptomatiken in andere Regionen des Körpers. Die osteopathische Behandlung bedient sich sanfter Methoden, manchmal kommen aber auch direkte, manipulative Techniken zum Einsatz.

Cranio-Sacrale Osteopathie: Die Elemente dieses Cranio-Sacralen Systems sind einerseits das mobile Gefüge der Schädelknochen, andererseits das Kreuzbein, verbunden über den unelastischen Rückenmarkkanal und dessen Flüssigkeit. Dieses hydraulische System überträgt die ultrafeinen Bewegungen, die innerhalb des Schädels stattfinden, auf das Kreuzbein und umgekehrt.
Craniale Störungen können vielfältige und weitreichende Folgen auf das gesamte neurovegetative und vaskuläre System haben (Störungen des Lymph- sowie des venösen Abflusses, verminderte Stimulation endokriner Drüsen, ...). Auch hier bildet die Grundlage der Arbeit eine präzise Kenntnis der Schädelanatomie, ohne die ein gezieltes Arbeiten am Cranialsystem nicht möglich ist.

Viscerale Osteopathie: Die Mobilität als wichtigstes Kriterium für optimale Funktion ist auch die Basis der Visceral-Osteopathie, wo Beweglichkeit und Eigenrhythmus der inneren Organe beurteilt und therapiert werden.

Alle diese Teilbereiche formieren sich in der Hand des erfahrenen Osteopathen zu einem Ganzen, mit dessen Hilfe dem Individuum der Schritt zur Selbstheilung ermöglicht wird.


Was ist Physiotherapie?

Die Physiotherapie besteht heute aus sehr vielen verschiedenen manuellen Techniken, die der strukturellen Osteopathie sehr ähnlich sind.
Außerdem beinhaltet die Physiotherapie sehr viele aktive Maßnahmen, wie z.B. Dehnungs- und Kräftigungsübungen, Muskelaufbauprogramme, Rückenschulprogramme oder Arbeitsplatzgestaltung. Bei Bedarf wird ein Übungsprogramm für Ihre individuellen Bedürfnisse erstellt.

Rückenschule:
Die Rückenschule ist ein 10-stündiges Programm. Es besteht aus Wahrnehmungs-, Dehnungs- und Kräftigungsübungen, bewusstem Sitzen und Stehen, Heben und Tragen, individuelle Betrachtung und Optimierung des Arbeitsplatzes. Ich erarbeite diese Übungen in Kleingruppen oder auch individuell mit Ihnen.

Osteoporose-Turnen:
Das Osteoporose-Turnen ist eine Bewegungsstunde, die ganz bewusst auf die Probleme der Knochenbrüchigkeit abgestimmt ist. Diese Stunde ist für Frauen und Männer, bei denen Osteoporose bereits diagnostiziert wurde, aber auch für alle, die vorbeugende Maßnahmen setzen wollen.

Außerdem biete ich in allen Kursen ein Beckenboden-Training an. Dieses Training hilft bei Inkontinenz bzw. zu deren Vorbeugung.


Wann helfen Osteopathie und Physiotherapie?

Akute Wirbelsäulenbeschwerden: Hexenschuss, Peitschenschlagsyndrom, ...
Chronischen Wirbelsäulenbeschwerden: Ischialgie, Lumbago, Nackenschmerzen, Fehlstellungen der Wirbelsäule, allgemeine Rückenschmerzen, ...
Akute Beschwerden des Bewegungsapparates: Verstauchungen, Verrenkungen, Zerrungen, ...
Chronische Beschwerden des Bewegungsapparates: Arthrosen, Verspannungen, Muskelschmerzen, Sehnen-scheidenentzündungen, Tennisellbogen, Fußfehlstellungen, Hüft-, Knie-, Schulterprobleme, ...
Beschwerden im Kopfbereich: Kopfschmerzen, Migräne, Sehstörungen, Schwindel, Ohrensausen, ...
Verdauungsstörungen: Sodbrennen, Chronische Gastritis, Verstopfung, ...
Weitere Beschwerden: Atembeschwerden, Harninkontinenz, Osteoporose, ...
Prophylaktisch: Arbeitsplatzgestaltung, Osteoporose, Entspannung und in der Schwangerschaft.


Termine

Einzeltherapie für Osteopathie und Physiotherapie:
Termine nach Vereinbarung

Rückenschule:
Termin siehe „fortlaufende Kurse" (auf Wunsch individuelle Termingestaltung für Kleingruppen bzw. Einzelsitzung möglich!)

Osteoporose-Turnen:
Termin siehe „fortlaufende Kurse"

Rückenschule und Osteoporose-Turnen auf Anfrage


Info & Anmeldung:

Alexandra Caliskan  

Alexandra Grischany
Loquaiplatz 13/10, 1060 Wien
Tel. 0664-454 29 33
caliskan@bindungstherapie.com


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